Mittwoch, 25. April 2018

 
Montag, 10. April 2017

DOMMITZSCH

Spatenstich für neue Erschließungsstraße in Dommitzsch

Foto: TZ/N. Wendt

von unserem Redakteur Nico Wendt

Dommitzsch. Die Grundschule gestaltet ein Programm, die zahlreichen Gäste und die Dommitzscher Bürgermeisterin Heike Karau (mit blauer Mappe) hören interessiert zu. Gestern wurde der Erste Spatenstich für die neue Erschließungsstraße im Gewerbegebiet Süd gesetzt. Der am Kreisverkehrsplatz der Ortslage Commende beginnende Straßenneubau wird insgesamt 1,4 Kilometer lang sein und ist mit Gesamtkosten von 2.3 Millionen Euro prognostiziert. Mehr dazu lesen Sie hier:

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Ein feierlicher Augenblick, auf den Dommitzsch lange warten musste. Schon vor sechs Jahren begannen die Planungen für den Bau der neuen Erschließungsstraße im Gewerbegebiet Süd durch das Ingenieurbüro Steinbacher Consult.
Entsprechend gut gelaunt zeigten sich gestern die Dommitzscher Bürgermeisterin Heike Karau und der Elsniger Bürgermeister Karlheinz Herrmann, dass es nun endlich zum Ersten Spatenstich kam.

Im Beisein von reichlich Prominenz, von Landrat Kai Emanuel und dem Bundestagsabgeordneten Marian Wendt bis hin zum Landtagsabgeordneten Jörg Kiesewetter, Trossins Bürgermeister Bringfried Otto, zahlreichen Stadt- und Gemeinderäten sowie Vertretern der Landesdirektion, dem Landesamt für Straßenbau -und Verkehr und – nicht zu vergessen – den Vertretern der ansässigen Gewerbebetriebe, die in erster Linie vom Millionenprojekt profitieren sollen. Das tägliche Fahrtaufkommen an Lkw beträgt derzeit für die Gewerbestandorte rund 100 Fahrten und wird sich in Zukunft fast verdoppeln.

Weiterhin nutzen rund 200 Arbeitnehmer von der Firma Vandemoortele diese Wegverbindung. Darüber zählt das Schulungs- und Referenzzentrum der Polizei wöchentlich rund 85 Lehrgangsteilnehmer. „Sie alle wissen, wie eng und unübersichtlich der Knotenpunkt in der August-Bebel-Straße ist und die Anwohner fühlen sich oft vom zunehmenden Lkw- Lärm belästigt. Die neue leistungsfähige Zufahrt trägt wesentlich zur besseren Erreichbarkeit des Gewerbegebietes und dessen Attraktivität bei“, so Heike Karau in ihrer Rede.

Als Gemeinschaftsprojekt bauen die Kommunen Dommitzsch und Elsnig jetzt 1 430 Meter Strecke aus. Genutzt wird der alte Weg in Richtung Commende. Dabei liegen rund  400 Meter auf dem Gebiet der Stadt Dommitzsch und 1030 Meter  auf dem Gebiet der Gemeinde Elsnig. Die Gesamtbaukosten sind mit 2,3 Millionen Euro veranschlagt, wobei Dommitzsch rund 833 000 Euro trägt und Elsnig rund 1 476 000  Euro.

Vor allem die Klärung der Grundstücksfragen und die Erfüllung zahlreicher Auflagen hinsichtlich Umwelt, Wasser, Boden, Pflanzen, Tiere, gestaltete sich aufwendig. Auch die Querung der alten Bahnstrecke wurde zum Problem. „Die Erlaubniserteilung durch die Deutsche Bahn AG zog sich bis zum Jahre 2016 hin.  Des Weiteren erfolgten in dieser Zeit diverse Abstimmungen mit dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr bezüglich des Knotenausbaus und somit der Anbindung an die Bundesstraße 182“, so Heike Karau. Letzte Hürde war die Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages zwischen Dommitzsch und Elsnig im März 2016. Ein Zuwendungsbescheid über 90 Prozent Fördermittel durch die Landesdirektion Sachsen über die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ traf dann im November ein.

Jetzt gilt folgender Zeitplan: Der Straßenbau ist bis Ende 2018 abzuschließen. Die Auftragsvergabe erfolgt in drei Bauabschnitten, wobei zuerst ein Kreisverkehr im Ortsteil Commende zu errichten ist. Den Zuschlag erhielt dafür die Firma EZEL (225 000 Euro). Der 2. Bauabschnitt sieht den Ausbau der freien Strecke zwischen den Knotenpunkten vor, welche auf dem Territorium der Stadt Dommitzsch sowie der Gemeinde Elsnig liegt. Es ist geplant, dass der 2. Bauabschnitt demnächst ausgeschrieben wird und die Vergabe soll bis Ende Mai erfolgen.

Der 3. Bauabschnitt wird sich mit dem Knotenausbau an der Bundesstraße B 182 befassen, welcher erst im Jahre 2018 umgesetzt wird. Bevor es gestern zum Ersten Spatenstich  kam, gestaltete die Grundschule Dom-mitzsch ein kleines Programm. Hinterher stießen die Gäste auf ein gutes Gelingen des Millionenprojektes an. 


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