Donnerstag, 22. Juni 2017

 
Donnerstag, 18. Mai 2017

TORGAU

Bausoldaten in der DDR

Elisabeth Kohlhaas und David Maschke gestern beim Aufbau der Tafeln. Foto: TZ/C. Wendt

PI

Torgau. Anknüpfend an den internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung am 15. Mai zeigt das Dokumentations- und Informationszentrum (DIZ) Torgau von heute (18. Mai) bis zum 16. Juli die Sonderausstellung „Bausoldaten in der DDR – Graben für den Frieden?“.

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Die Ausstellung ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei. Am 8. Juni lädt das DIZ zudem zu einer Abendveranstaltung über die „Bausoldaten“ ein.
Wer in der DDR den Wehrdienst verweigern wollte, hatte nur die Möglichkeit, einen waffenlosen Dienst als Bausoldat in der Nationalen Volksarmee (NVA) abzuleisten. Die Ausstellung zeigt, in welchen Konflikten sich die Bausoldaten befanden.

Ihre Bau- und Instandsetzungsarbeiten waren kein Friedensdienst, sondern dienten militärischen Zwecken. Die Bausoldaten hatten mit Nachteilen in Ausbildung und Beruf zu rechnen. Zudem standen sie unter Beobachtung des DDR-Staatssicherheitsdienstes, weil ihre Verweigerung als politischer Protest gewertet wurde.
Die Ausstellung erzählt die Geschichte von jungen Männern, die häufig aus Glaubensgründen handelten und zu ihren religiösen Grundüberzeugungen standen. Das DIZ versteht die Ausstellung deshalb nicht zuletzt auch als einen Beitrag zum Reformationsjubiläum 2017.  
In der DDR gab es für Wehrpflichtige kein verfassungsmäßiges Recht auf Kriegsdienstverweigerung aus Glaubens- und Gewissensgründen.

Mit der Einführung der Wehrpflicht 1962 kristallisierte sich allerdings ein Potential an Wehrdienstverweigerern heraus, weshalb die Staats- und Parteiführung die „Anordnung des nationalen Verteidigungsrates der Deutschen Demokratischen Republik über die Aufstellung von Baueinheiten im Bereich des Ministeriums für Nationale Verteidigung“ im September 1964 in Kraft treten ließ.

Entsprechend ihrem Wortlaut konnten Wehrpflichtige, welche sich auf „religiöse Anschauungen“ oder „ähnliche Gründe“ beriefen, in der Nationalen Volksarmee einen waffenlosen Dienst als Bausoldat ableisten. Dies war im gesamten Ostblock die einzige Möglichkeit eines waffenlosen Wehrdienstes.
Die Ausstellung, die vom Verein Archiv Bürgerbewegung Leipzig konzipiert wurde, besteht aus 16 gerahmten Bild- und Texttafeln.

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