Freitag, 19. Januar 2018

 
Montag, 11. September 2017

DOMMITZSCH

Brand, Explosionen - Menschen in Gefahr

Aus den Dachfenstern qualmt es. Die Drehleiter aus Torgau kommt zum Einsatz.Foto: TZ/Zahn

von unserer Redakteurin Gabi Zahn

Elsnig. Es ist Samstag, kurz nach 10 Uhr, als auf dem Betriebsgelände der Spreewerk Lübben GmbH im Ortsteil Vogelgesang Rauch aus einem Bürogebäude dringt. Erst durch die Tür, dann durchs  Dachfenster. Zwei Menschen sind noch im Haus, finden nicht mehr hinaus.

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Wenig später sind Detonationen aus einem Waldstück neben dem Gebäude zu hören. Flammen schlagen empor und drohen sich auszubreiten - innerhalb eines Geländes, auf dem Gefahrenstoffe lagern!
Das war die Ausgangslage einer großangelegten Übung des Katastrophenschutzes des Landkreises Nordsachsen. Sie fand zeitgleich auch in Delitzsch statt, wo unter anderem das Einrichten eines  Verletzten-Sammelplatzes, der Transport in das Krankenhaus und die Versorgung von Patienten nach einem Massenaufkommen von Verletzten geübt wurde.

Insgesamt werden etwa 400 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren, des Rettungsdienstes, des Krankenhauses Delitzsch und Katastrophenschutzeinheiten zu dieser Großübung durch die Integrierte Rettungsleitstelle in Leipzig alarmiert. Etwa 100 sind es für Elsnig, wo Frank Dörschmann, stellvertretender Kreisbrandmeister, das Geschehen sehr genau beobachtet und sich viele Notizen macht:

Die Feuerwehren aus Dommitzsch, Elsnig, Torgau, Falkenberg, Dahlenberg, Neiden und Süptitz rücken nacheinander an. Geprobt wird die Menschenrettung nach einer Explosion unter Atemschutz und mit Einsatz der Drehleiter sowie das Löschen eines Waldbrandes mit Aufbau einer Wasserversorgung über eine lange Wegstrecke. Und weil sich dann auch noch „Schaulustige“ zum Ort des Geschehens begeben, kommt es wenige Meter vor dem Gelände zum (simulierten) Verkehrsunfall. Eine Person ist eingeklemmt.

Die Rettungsmaßnahmen müssen neu koordiniert und die Crew dafür zusammengestellt werden. Etwa zwei Stunden später ist die Übung beendet, Sven Sonntag, Sachgebietsleiter Brand- und Katastrophenschutz im Landkreis, erklärt:: „Die Übung war erfolgreich. Aber wir haben einige Punkte festgestellt, wo unbedingt nachgebessert werden muss.“ Er nennt vordergründig Unklarheiten im Zuge der Alarmierung  und Zeitdefizite bei den Rettungsmaßnahmen.

Die Übung wurde auch von Wolfram Opitz, Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, Peter Volkmer vom Bundesforst Mittelelbe, von Mitarbeiter n der Kreisverwaltung, der Dommitzscher Bürgermeisterin Heike Karau sowie Roland Zaunick verfolgt. Er war als Sicherheitsingenieur für die Firma Spreewerk vor Ort.

„Das Ziel wurde erreicht“

Elsnig. Die TZ fragte Frank Dörschmann, stellvertretender Kreisbrandmeister in Nordsachsen, zur Übung in Elsnig:

TZ: Herr Dörschmann, Sie waren einer der Beobachter. Wie lautet Ihr Resümee?
F. Dörschmann:
Ähnlich wie der Landkreis sage ich: Das Ziel wurde erreicht.

Das klingt nicht ganz zufrieden ...
Nein. Die Alarmierung in den Orten hatte Lücken. Auch der Zeitfaktor ist verbesserungswürdig. Vom Zeitpunkt der Meldung des Schadensereignisses bis zum Eintreffen der Wehren hat es tüchtig lange gedauert. Da gibt es Klärungsbedarf. Aber die Übungen finden ja auch statt, um solche Defizite zu erkennen.

Ein Fahrzeug soll ausgefallen sein?
Ausgerechnet der Schlauchwagen 2000. Deshalb mussten mehrere Schläuche gekoppelt werden, um die 1 Kilometer lange Wasserversorgung zu sichern. Das hat dann entsprechend gedauert.

Was gelang vorbildlich?
Der Einsatz beim Verkehrsunfall mit Schere und Spreitzer. Da merkte man, dass die Kameraden dieses Werkzeug relativ häufig nutzen müssen. Und zwar im Ernstfall.


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