Donnerstag, 17. Januar 2019

 
Samstag, 11. November 2017

OSTELBIEN

Astronaut oder Superstar will keiner werden

Am Stand der Torgauer Zeitung: Vanessa Bahns (3.v.l.) und Anika Neumann (4.v.l.), Mitarbeiterinnen der TZ-Mediengruppe, umringt von Schülern. Foto: TZ/N. Wendt

von unserem Redakteur Nico Wendt

Beilrode. Reitsportler des RFV Rittergut Adelwitz haben eine erfolgreiche Grüne Saison 2017 vorzuweisen

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Elf Räume, elf verschiedene Berufsrichtungen. Dazu 45 Schüler, die keine Probleme damit hatten, gedanklich schnell umzuschalten. Von Bundeswehr, Autohaus Kühne, Glaswerk Saint Gobain, Südzucker-Fabrik Brottewitz bis hin zur Landwirtschaft (Grüne Berufe) und – auch mit einem Stand vertreten – die Torgauer Zeitung: das Spektrum war wirklich breit. Und die Berufsmesse an der Oberschule Beilrode diese Woche wieder ein großer Erfolg.

„Einige Schüler haben schon recht klare Vorstellungen, andere wiederum wissen noch gar nicht, was sie beruflich einmal werden möchten“, schätzt Schulleiterin Silke Dartsch ein. Doch zum Glück habe auch niemand mehr Flausen im Kopf: Von den diesjährigen Neuntklässlern möchte zumindest keiner Astronaut oder Superstar werden, lächelt sie.

Auch sonst hat sich einiges verändert: Musste die Schule früher um Firmen werben, sie manchmal regelrecht betteln, sich vor den Jugendlichen zu präsentieren, suchen viele Unternehmen jetzt händeringend Bewerber. Und tun alles dafür, den jugendlichen Nachwuchs zu begeistern. Die Dachdeckerei Maik Pötzsch GmbH beispielsweise lud im Anschluss an die Berufsmesse interessierte Schüler ins Gewerbegebiet Beilrode ein, um sie für diese Branche zu begeistern und ihnen Technik vorzuführen.

Ganz unbedarft sind die Oberschüler nicht mehr. Seit der 7. Klasse werden sie mit dem Thema Berufswahl konfrontiert. Sie haben mit kostenloser Unterstützung von Krankenkassen, Berufsschulzentrum und Versicherungen gelernt, wie man sich im Bewerbungsgespräch verhält, was man anzieht und welche Fragen man stellt bzw. nicht stellt. Der Großteil der Schüler hat verschiedene Praktika im Krankenhaus, in Autohäusern, im Baumarkt, in Kindergärten oder im Hort absolviert.

„Es ist nicht mehr so, dass die meisten unbedingt in die alten Bundesländer möchten. Das Heimatgefühl ist wieder stärker ausgeprägt, pflichtet Christian Hermsdorf, stellvertretender Schulleiter bei. Sehr gefragt sei die Bundeswehr, der Beruf des Mechatronikers wird bei den Jungen hoch gehandelt, während die Mädels Interesse für einen Pflegeberuf zeigen. Auch Erzieher möchten viele werden. Entsprechenden Zuspruch erlebten die Firmen/Institutionen in ihren Räumen im Schulgebäude. Stabsfeldwebel Diana Klepel, Bundeswehr: „Das Interesse hat zugenommen, selbst Mädchen fragen gezielt bei uns nach.

Wir können immerhin über 60 Ausbildungsberufe anbieten. Das zieht. Insbesondere die Bereiche IT, Elektroniker, Fachinformatiker stehen hoch im Kurs.“ Natürlich hätte auch das Soldat-Sein einen gewissen Reiz. „Im Freien übernachten, draußen sein, mit dem Rucksack marschieren – da wird direkt nachgefragt“, lächelt Diana Klepel. Wer zu viel an Abenteuer denkt, wird von den Karriereberatern der Bundeswehr jedoch ausgebremst. Manche Schüler erkundigen sich auch nach Auslandseinsätzen.

Beliebtes Berufsziel bei Schülerinnen ist nach wie vor die „Krankenschwester“, wie Jana Stollberg, Hauptpraxisanleiterin aus dem Kreiskrankenhaus Torgau, bestätigen kann. Anderen Menschen zu helfen, soziale Kompetenz zu zeigen, freundlich mit Patienten umzugehen, das können sich viele vorstellen. Nach bestandenem Abschluss haben die Schüler die Möglichkeit, sich in verschiedene Richtungen weiterzubilden. Die Südzucker AG, Werk Brottewitz, stellt jedes Jahr zwei/drei Azubis ein (Elektroniker, Mechatroniker, Industriemechaniker).

Das Unternehmen hat Probleme, Nachwuchs zu finden. Seit Bestehen der Brücke Mühlberg besteht aber mehr Zulauf aus Ostelbien. Vier bis fünf Azubis kommen bereits aus dem Raum Belgern/Torgau. Entspannte Gesichter waren bei der Präsentation der Torgauer Zeitung auszumachen. „Die Schüler haben konkrete Vorstellungen, möchten zum Beispiel Mediengestalter werden, weil das ein sehr kreativer Beruf ist.

Das trifft vor allem auf Mädchen zu“, so Vanessa Bahns und Anika Neumann, Mitarbeiterinnen der TZ. Immerhin: Die Torgauer Zeitung kennen alle. Vor allem die Sportseiten und der lokale Teil seien beliebt. Allerdings verfolgen die meisten das Geschehen via Facebook. Begeistert zeigten sich viele auch vom E-paper. Wer sich für einen entsprechenden Beruf interessiert, sollte sich für ein Praktikum in der Elbestraße bewerben.


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