Samstag, 18. August 2018

 
Mittwoch, 6. Dezember 2017

TORGAU

Nachhaltigkeit ist das Stichwort

Blick auf das Podium der Bürgerversammlung.Foto: TZ/S. Lindner

von unserem Redakteur Sebastian Lindner

Es waren etwa 30 Interessierte, die am vergangenen Donnerstag gekommen waren, um im Rathaus an der ersten Bürgerversammlung zur Landesgartenschau 2022 in Torgau teilzunehmen.

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Torgau. Bestuhlt war zwar für mehr als doppelt so viele Gäste, doch trotzdem zeigten sich die Organsiatoren aus der Stadtverwaltung sehr zufrieden mit der Resonanz.

Fünf Jahre sind es noch es noch bis zum grünen Großereignis. „Nicht mehr so viel  Zeit, wie es vielleicht scheint“, sagte Frank Kupfer, der als Landtagsabgeordneter für Torgau und CDU-Landtagsfraktionsvorsitzender Schirmherr für die LAGA in seiner Geburtsstadt ist. Auch Gabriele Seelemann, beauftragte Landschaftsarchitektin für das Ereignis, sah das ähnlich. Sie stellte in groben Zügen den aktuellen Planungsstand vor.

Großen Wert wird demnach vor allem auf Nachhaltigkeit gelegt. „Wir machen alles für die Gartenschau, aber denken natürlich auch an die Jahre danach“, so Seelemann, die diesbezüglich auch davon sprach, über die LAGA Fördermittelquellen anzapfen zu können, die der Stadt auch darüber hinaus langfristig helfen können. Das gilt in erster Linie wohl für die Stadthalle, die auf dem Gelände des alten Schlachthofes entstehen soll und vermutlich den größten Teil der Finanzierung ausmachen wird. Der monetäre Rahmen sieht – Stand jetzt – etwa 9 Millionen Euro an Gesamtausgaben für die LAGA vor, von denen 7,4 Millionen gefördert werden könnten.


Etwa 30 Interessierte waren ins Rathaus gekommen.

Neben dem alten Schlachthof soll auch das Gewerbegebiet Am Stadtpark einbezogen werden. Die dortigen Brachen und Kleingärten sollen themenbezogen in zentrumsnahe Erholungsflächen umgewandelt werden und urbane Agrikultur zeigen. Auch Sport soll dort eine Rolle spielen.

Das Bahnhofsumfeld gehört ebenfalls zum Zielgebiet und soll bis 2022 zum Eingangsbereich und Verkehrsknoten für die Gartenschau umgebaut werden. Notwendig dafür wird die Sanierung des Bahnhofsgebäudes.
Neben der historischen Innenstadt und insbesondere ihrer Grünflächen etwa am Friedrichplatz, an der Promenade, Unter den Linden oder am Leipziger Wall wird auch der Schlossgarten wieder hergerichtet und als öffentlicher Teil, also frei zugänglich, geführt werden. „Vor allem der Rosengarten soll seinem Namen dann wieder alle Ehre machen“, so Seelemann.

Im Zentrum der Gartenschau steht natürlich das Glacis. Weil Landschaftsschutzgebiet, können die Planer dort aber nicht schalten und walten wie sie wollen, sondern müssen sich auch an Denkmalschutzrichtlinien halten. Weil das große Thema der LAGA aber Natur- und Denkmalschutz im Zusammenspiel werden könnte, sei das überhaupt kein Problem und ließe sich im Konzept, das auch daran ausgerichtet wird, gut verankern.

Schirmherr Frank Kupfer bekam eine Gold-Ulme überreicht. Sie soll in Oschatz gepflanzt werden, im dortigen ehemaligen LAGA-Park, als Zeichen der guten Zusammenarbeit zwischen Torgau und Oschatz. Foto: TZ/ S. Lindner

Der Zeitplan für die Gartenschau nimmt demnächst richtig Fahrt auf: Am Donnerstag soll die Bekanntmachung der europaweit ausgeschriebenen Wettbewerbsaufgabe für die Architekten erfolgen, die Auswahl des Gewinners dann im kommenden Mai erfolgen. Detaillierte Planungen zur Umsetzung sollen dann Mitte 2018 beginnen. Auch die Räumung erster Flächen soll noch in jenem Jahr beginnen, ehe 2019 dann Geländearbeiten und Pflanzungen starten.

Großen Wert legten vor allem Schirmherr Kupfer und Torgaus Oberbürgermeisterin Romina Barth auf die Gründung eines Fördervereins. Dieser sei von größter Bedeutung für das gesamte Projekt. Alle Gäste der ersten Bürgerversammlung – weitere sind bereits angekündigt –, aber auch alle anderen Interessierten seien eingeladen, sich über diesen Weg bei der Organisation der Landesgartenschau zu beteiligen und so auch ihre Ideen einzubringen. Kupfer brachte das Beispiel Oschatz ins Spiel: Dort war die Gartenschau bereits 2006 zu Gast. „Aber der Förderverein existiert noch heute und kümmert sich um die Flächen.“ Nachhaltig eben.

 

 


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