Freitag, 19. Januar 2018

 
Mittwoch, 20. Dezember 2017

DOMMITZSCH

Masterplan sichert Zukunft von Vandemoortele

Vandemoortele Betriebs-Chef Markus Krausewitz. Foto: TZ/Archiv

von unserem Redakteur Nico Wendt

Belgische Konzernspitze spricht dem Standort mit Großinvestitionen das Vertrauen aus / Voraussichtlich Ende Februar/Anfang März sollen die Arbeiten beginnen / Richtungswechsel bei der Produktion

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Dommitzsch. „Wir haben es geschafft für Dommitzsch. Damit ist die Zukunft von Vandemoortele endgültig gesichert und in Stein gemeißelt. Es war ein zwei Jahre währender harter Kampf. Jetzt bin ich überglücklich!“

Markus Krausewitz strahlt über das ganze Gesicht. Gestern meldete sich der Werkleiter eigens zum Pressegespräch in der TZ-Redaktion an, um die frohe Kunde zu überbringen. „Ich sehe es als vorweihnachtliches Geschenk für die ganze Region. Es ist die Bestätigung, wofür wir hart gerungen haben.“ Tragende Säule des Ganzen sei ein Masterplan, den die Firmengruppe jetzt abgesegnet hat. Dazu war Krausewitz mehrere Tage in der Zentrale in Belgien. In der Konzeption wurde genau beleuchtet, was in einer ländlichen Region wie Dommitzsch überhaupt möglich und zukunftsfähig ist. Auch mit dem Hintergrund, dass Deutschland als teuerstes Produktionsland gilt.

„Die Entscheidung fiel, in den nächsten Jahren mehr und mehr auf Spezialitäten zu setzen: abseits der Massenproduktion klassischer Weizenbrötchen, denn das läuft in Polen erfolgreich. Wir werden das ebenfalls noch einige Zeit weitermachen, aber den Fokus zunehmend auf das andere richten“, erläutert der Werkleiter. Durch Etablierung von Eigenproduktentwicklung wurde der Spezialitätenanteil seit 2015 auf über 30 Prozent gesteigert, bis zum Jahr 2020 ist der Fokus die 100-Prozent-Marke. Das gesteckte Ziel ist der Wandel des Werkes Dommitzsch zu einem Kompetenzzentrum für Spezialitäten. Unter dieser Bezeichnung laufen vielerlei Variationen – zum Beispiel bestreute Produkte, besonders gesunde Kombinationen mit Oliven, Tomaten, Bärlauch, alles was den Geschmack hervorhebt, beschreibt Markus Krausewitz. Die Umsetzung des Masterplanes geht mit Großinvestitionen am Standort Dommitzsch einher. Das Geld fließt in Infrastruktur, technischen Standard, Digitalisierung usw. „Spezialitäten, das bedeutet eine schwierigere Produktion. Wir brauchen flexiblere Prozesse“, so der Betriebschef, der an dieser Stelle seine Mitarbeiter lobt. „Ohne den Rückhalt und den Einsatz meiner Mannschaft wäre es nicht möglich gewesen, den Masterplan in dieser Form durchzusetzen.“

Bis 2020 sollen mehrere Millionen in den Standort Dommitzsch investiert werden  um ein Kompetenzzentrum für Spezialitäten zu schaffen. Unter anderem entsteht ein völlig neuer Verwaltungstrakt mit Umkleide-und Aufenthaltsräumen, Sanitärbereich etc. Der alte Backsteinbau wird weggerissen. Voraussichtlich Ende Februar/Anfang März sollen die Arbeiten beginnen, dann auch mit offiziellem Spatenstich.

Ein weiterer Schritt ist die geplante verbesserte Automatisierung gerade im Verpackungsbereich. Außerdem müssen zusätzliche Lagerkapazitäten her. Die Vorbereitung zur Planung, Beantragung von Genehmigungen und Untersuchungen laufen seit geraumer Zeit. Wir wollten bereits weiter sein, gerieten jedoch in Verzögerung und hatten harschen Gegenwind durch die enormen Preissteigerungen bei Butter und Mehl “, sagt der Werkleiter. Die gesamten Aktivitäten der letzten Monate hätten dazu beigetragen, den Erfolg zu erreichen: Neustart der Ausbildung, Visionswechsel, eine neue Flexibilität, Generationswechsel. Mit Umsetzung des Masterplanes dürfte auch die Zahl der Mitarbeiter (aktuell 200) weiter steigen.


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