Freitag, 20. Juli 2018

 
Samstag, 6. Januar 2018

DOMMITZSCH

Nicht gegen, sondern für die Umwelt

In der Vergangenheit hatte es teilweise Beschwerden gegeben, wenn Hecken gekürzt wurden. Kl. Bild: Revierförster Christian KurthFoto: TZ/Archiv

PI

Dommitzsch. Unkenntnis über Notwendigkeit und Art der Heckenpflege können bei der Bevölkerung leicht Unmut und Proteste hervorrufen, deshalb möchte die Stadt Dommitzsch über folgende  Maßnahme informieren, die in den nächsten Wochen im Westen von Dommitzsch durch das Unternehmen ST Grünbau aus Leipzig durchgeführt werden.

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„Die Hecken werden durch abschnittsweises ,Auf den Stock setzen’ oder Auslichten verjüngt“, erklärt Revierförster Christian Kurth. Damit wird eine Überalterung der Bestände verhindert und so die Funktion der Gehölze für den Arten- und Biotopschutz gesichert.

Hecken übernehmen für Lebensgemeinschaften der Agrarlandschaft eine Vielzahl an Lebensraumfunktionen. Sie bieten vielen Insekten (z.B. Wildbienen), Vögeln (z.B. Neuntöter), Amphibien (z.B. Erdkröte) und Säugetieren (z.B. Feldhase) Nahrung, Möglichkeiten zur Fortpflanzung sowie Zufluchtsort und Rückzugsraum. Gleichzeitig leisten Hecken, einen Beitrag zur Erhöhung der Strukturvielfalt der Landschaft. Im Rahmen des Biotopverbundes können Hecken, als lineare Vernetzungselemente Leitstrukturen für wandernde Arten sein (z.B. Tagfalter, Fledermäuse).

Daneben schützen Hecken vor Winderosion. Auch für die Erreichung der Umweltziele ist die standortgerechte Entwicklung von standortgerechten Hecken aufgrund der vielfältigen ökologischen Funktionen von großer Bedeutung. In vielen Gebieten tragen Hecken zur Gestaltung eines typischen Landschaftsbilds und der historisch gewachsenen Vielfalt der Kulturlandschaft bei.

Im Rahmen der Gehölzsanierung werden Bäume und Sträucher eines Gehölzes ungefähr handbreit bis ca. 20 Zentimeter über dem Boden abgesägt (auf den Stock gesetzt). Schlecht ausschlagfähige Sträucher, wie z.B. alte fruchttragende Sträucher, einzelne besondere Bäume und abgestorbene Bäume, werden im Dienste einer Arten- und Lebensraumvielfalt soweit möglich vom Schnitt verschont. Diese Maßnahmen zur Sicherung der natürlichen biologischen Vielfalt wird über die Richtlinie Natürliches Erbe – RL NE/2014 gefördert.


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