Sonntag, 21. Januar 2018

 
Mittwoch, 10. Januar 2018

OSTELBIEN

Mit Wagen, zu Fuß oder tanzend

Vor fünf Jahren gab es den letzten großen Straßenumzug des Beilroder Karnevalsclubs, damals zum 60. Geburtstag. Foto: TZ/Archiv

von unserem Redakteur Nico Wendt

Beilrode. Straßenumzüge zum Karneval haben auch im ostelbischen Beilrode eine lange Tradition. „Ganz früher sind erst die Prinzenpaare mit der Kutsche abgeholt worden und dann folgte der Sturm auf‘s Rathaus“, erinnert sich Friedhelm Kuschel, ehemaliger Bürgermeister und langjähriges Mitglied des Beilroder Karnevalsclubs.

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Das war auch so, als er und seine Frau Marina im Jahre 1983 als Prinzenpaar amtierten. Es gab lange Zeit zwei prädestinierte Gaststätten, das Volkshaus und Büttners, die sich in die Veranstaltungen teilten. Wenn hier der Kinderfasching zu Ende war, marschierte die Truppe geschlossen einige Kilometer in die andere Lokalität. Später schliefen Umzüge durch das Dorf ein wenig ein, bis man sich nach der Wende wieder verstärkt auf alte Gepflogenheiten besann. „Wenigstens die Jubiläen wollten wir fortan wieder gemeinsam mit Einwohnern und befreundeten Vereinen auf der Straße feiern“, blickt Friedhelm Kuschel zurück.

1993 war es soweit – zum 40. Geburtstag des BKC. Und es wurde ein riesiger Erfolg. Die unglaubliche Resonanz gab den Faschingsleuten Recht. Am 20. Januar 2018, also am Sonnabend in zehn Tagen, dürfte sich das Spektakel in beeindruckender Art und Weise wiederholen. 25 bis 30 Schaubilder sind schon fest angemeldet. Und noch viele weitere Teilnehmer werden erwartet.

Seit April stecken die Beilroder in den Vorbereitungen. „Es ist nun schon der sechste Umzug nach der Wende und die Tradition wird nach wie vor gut angenommen“, schätzt Christina Teut ein. Das spürte sie bereits an den Rückmeldungen, die seit Frühjahr nach und nach eintrudelten. „Wir haben alle Vereine der Gemeinde angeschrieben, vom Dorfclub „Dautzschen lebt“ bis hin zur Line-Dance-Gruppe, zur Feuerwehr,  den Sportlern, Anglern und dem Heimatverein. Mitmachen kann jeder. Auch Betriebe und einzelne Familien. Jeder ist willkommen“, sagt die BKC-Organisatorin.

Kunterbunt und farbenfroh soll der Festumzug werden. Mitzubringen sind gute Laune und Sinn für Humor. Vielleicht auch noch eine Prise Kreativität und Ideenreichtum bei der Wahl der Kostüme und der Präsentation. Aber die junge Frau macht sich da keine Sorgen. In den vergangenen Jahren konnte so mancher Verein mit lustigen Einfällen aufwarten. Da gingen geschmückte Traktoren mit Hänger, Pferdekutschen und sogar schwere Lkw-Trucks – die Ladefläche zur Bühne umgestaltet – an den Start. „Ob mit Technik, mit Wagen, zu Fuß oder tanzend: Die Teilnehmer sind gerne gesehen, auch mit eigener Musik“, schmunzelt Christina Teut und man merkt ihr die Vorfreude förmlich an.

Diesmal treffen sich alle am neuen BKC-Vereinsheim in der Ernst-Thälmann-Straße, dem ehemaligen Schluckspecht-Getränkestützpunkt. Von hier geht es um 14 Uhr in Richtung Schule, dann über die Gartenstraße, frühere Aufbaustraße, Ernst-Thälmann-Straße bis zum Bahnhof. Dort erfolgt eine Wende und der Zug, oder besser gesagt dessen Teilnehmer, begegnen sich selbst. Das hat schon die letzten Male prima funktioniert.

Schräg gegenüber des neuen Netto-Marktes in der Ernst-Thälmann-Straße findet eine Tribüne Platz und die Vereine werden durch einen Sprecher vorgestellt. Etwa 1,5 bis 2 Stunden dauert das ausgelassene Treiben. Gegen 18 Uhr beginnt dann die Festsitzung in der Ostelbienhalle, für alle Teilnehmer des Festumzuges ist der Eintritt frei, und es werden schon Programmpunkte der neuen Saison präsentiert. „Wir feiern bis in die frühen Morgenstunden. Denn 65. wird man nur einmal“, lacht die BKC-Sprecherin. Und wer bei dieser Zahl an das Rentenalter denkt, der dürfte an jenem Sonnabend garantiert sein blaues Wunder erleben.


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