Samstag, 20. Oktober 2018

 
Donnerstag, 11. Januar 2018

NORDSACHSEN

Sächsischer Wald in jungen Händen

Die Neuen im Forstbezirk Taura: (v.l.) Silvio Karczmarczyk, Erik Bartmann, Rocco Knaack, Philipp Voigtländer und Josef Pietzonka. Foto: TZ/C. Wendt

von unserem Redakteur Christian Wendt/PI

Künftige Förster haben im Forstbezirk Taura ihre Ausbildung angetreten

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Taura. Ihre ersten Bewährungsproben haben die jungen Leute bereits bestanden: Josef Pietzonka (Referendar), Erik Bartmann und Philipp Voigtländer (beide Forstinspektoranwärter), Silvio Karczmarczyk (Forstbezirksassistent) sowie Rocco Knaack (Freiwilliges Ökologisches Jahr in der Walderlebnisscheune Taura) hatten es zu Beginn ihrer Ausbildung beziehungsweise Beschäftigung im Forstbezirk Taura bei Sebastian, Xavier und Herwart gleich mit drei heftigen Herbststürmen zu tun.

Vor allem an den Folgen Herwarts haben die Forstleute noch immer zu knabbern. Klar, dass hier auch der Nachwuchs von der Uni kräftig mit anpacken muss. Über Wochen lief dieser mit den jeweiligen Revierförstern mit – Bartmann beispielsweise beim Gräfendorfer Manfred Niedner, Voigtländer in Doberschütz bei Alexander Hentzschel. Gemeinsam wurden Strategien entwickelt, wie man der Vielzahl umgeworfener Bäume Herr werden kann. Hinzu kommt noch die Inventur der Hochsitze und Wildzäune, denen das Sturmtief ebenso mächtig zugesetzt hatte.

Ein reichliches halbes Jahr wird nun ins Land ziehen und Bartmann und Voigtländer (er hatte sich nach dem Schulabschluss eigentlich für ein Studium der Meeresbiologie entschieden, sich dann aber noch einmal umorientiert) einen tiefen Einblick ins praktische Leben eines Försters bescheren.
Die beiden ehemaligen Studenten der Hochschule Eberswalde gehören zu insgesamt sieben Frauen und dreizehn Männern, die im vergangenen Jahr die Laufbahn zur Forstinspektorin respektive zum Forstinspektor einschlugen. Ihr Lehrplan ist prall gefüllt: Standortskunde, Waldbau und Naturschutz sind nur einige der Schwerpunkte. Die hoheitlichen Aufgaben der unteren Forstbehörden werden in einem weiteren Ausbildungsblock vermittelt.

Die Anwärterstellen haben nach Angabe von Sachsenforst Konjunktur. Mehr als 120 Bewerbungen waren für nur 20 Ausbildungsstellen sachsenweit eingegangen. Voraussetzung für eine Einstellung als Forstinspektoranwärter ist ein Bachelor-Abschluss an einer Universität oder Fachhochschule. In der einjährigen Ausbildung wird das im Studium erworbene Fachwissen um praktische Erkenntnisse der Forstwirtschaft ergänzt.
Die zukünftigen Förster müssen sich unter anderem in der fachgerechten Planung und Durchführung der Wald- und Wildbewirtschaftung, der Personalführung von Forstwirten (hier gingen im Forstbezirk Taura im Oktober vier ins Ausbildungsrennen), aber auch in der Waldpädagogik beweisen.

Der Vorgängerjahrgang hat es den jetzigen Anwärtern vorgemacht. Alle 20 Absolventen haben die umfangreichen Prüfungen zum gehobenen Forstdienst bestanden. Neben einem schriftlichen und einem mündlichen Teil in insgesamt fünf Prüfungsgebieten stand auch eine praktisch orientierte Waldprüfung im Forstrevier Reinhardtsdorf (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) auf dem Prüfungsplan. Die Absolventen mussten sich unter anderem mit der komplexen und langfristigen Planung eines Laub-Nadel-Mischwaldes im Rahmen des Waldumbaus auseinandersetzen. Elf Fachkräfte konnten bei Sachsenforst weiterbeschäftigt werden, zwei davon unbefristet. Insgesamt wurden 16 Stellen angeboten. Für alle anderen sind die Aussichten auf eine Beschäftigung im Forst- und Holzsektor außerordentlich gut. Durch die vertieften Kenntnisse und praktischen Fähigkeiten sind die frischen Förster nun gefragte Fachkräfte auf dem forstlichen Arbeitsmarkt.

Mit dem Ziel, irgendwann einmal einem Revier vorzustehen, hatte sich vor vier Jahren auch Silvio Karczmarczyk für eine forstliche Laufbahn im gehobenen Dienst entschieden. Während seines vorerst auf zwei Jahre befristeten Arbeitsvertrags bei Sachsenforst arbeitet er unter anderem an der Optimierung der sogenannten primären und sekundären Walderschließung. Diese Erschließung berücksichtigt alle Zuwegungen, auf denen das Holz aus dem Wald transportiert wird. Jene Rückewege sind nach Angabe Karczmarczyks sehr sensibel, müssen aber gleichzeitig über mehrere Waldgenerationen hinweg, also über Jahrhunderte, eine zeitgemäße Bewirtschaftung des Waldes mit Maschinen ermöglichen und dauerhaft befahrbar bleiben.
Die Rückegassen zählen zwar zum Überbegriff Wald, sind aber nicht zur Holzproduktion gedacht. Sie dienen der Bewirtschaftung der übrigen Fläche und verhindern somit dort Bodenschäden.

Vor Einführung der Harvester/Forwarder Technolgie mit deren leistungsfähigen Kränen war das teilweise anders, da fand noch eine Befahrung der gesamten Waldfläche statt. Traktoren fuhren damals mit schmalen, harten Reifen bis zum Stamm heran und beeinträchtigten damit den Waldboden erheblich.


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