Dienstag, 21. August 2018

 
Montag, 12. März 2018

OSTELBIEN

Gospel bewegt in Beilrode

Zum Gospel-Gottesdienst am Sonntag zeigt sich: 20 Frauen und Männer haben sich binnen kurzer Zeit zu einem klasse Chor gefunden.Foto: TZ/Zahn

von unserer Redakteurin Gabi Zahn

Zum vierten Mal in Jahresfolge hat Eva von der Heyde ihre Leidenschaft für den Gospelgesang während eines Wochenend-Workshops an 20 Teilnehmer weitergegeben.

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Beilrode. Lautstarker, harmonischer Gesang füllt die Heilandskirche, dringt nach draußen und mischt sich am Sonntagvormittag mit den Zwitschern der Vögel. „Praise to the lord the almighty“ – „Lobe den Herrn, den mächtigen König“. Die Chorstimmen klingen kräftig, fröhlich, aufmunternd. Wer zuhört, muss unwillkürlich den Rhythmus mitklopfen oder sich hin und her wiegen.
Genau diesen übersprühenden Funken mag Eva von der Heyde so am Gospelgesang. Zum vierten Mal veranstaltete sie am Wochenende in Beilrode einen Workshop.

Angemeldet hatten sich 20 Frauen und Männer im Alter von 19 bis 69 Jahren mit sehr unterschiedlicher (beruflicher) Herkunft, unter anderem Erzieherin, Katechetin, Angestellte, Kampfsportler, Bestattungsfachkraft, Lehrerin, Pfarrer, Chemiker und Ruheständler. Nach der herzlichen Begrüßung galt es jedoch erst einmal, eine besondere „Fitnessprüfung“ zu abzulegen. Eva macht die Übungen vor. Bald rütteln und schütteln sich alle, schwingen hin und her, singen Tonleitern hoch und runter, kreisen die Arme und Schultern. Dann bittet die Kursleiterin „Sternenstaub auf unser Haupt“ zu sammeln. Das heißt, alle recken und strecken sich noch einmal, wollen möglichst viel Phantasie-Glitzer abkriegen. Damit sind sie nun bestens präpariert für das Musikprojekt.  Die Teilnehmer kennen sich zum Teil untereinander, stammen aus Beilrode, Zwethau, Arzberg, Klietzschen, Belgern, Elsnig, auch aus Torgau, Eilenburg und Reudnitz. Eva von der Heyde (51) ist Wahl-Leipzigerin. Sie leitet den Jugendgospelchor in Schildau, die Kantorei in Belgern sowie den Gospelchor in der Leipziger Thomaskirche mit mehr als 120 Mitgliedern.

Mit ihrer oft erprobten „Medizin nach Noten“ hat sie es bei ihren Eleven geschafft, die Muskeln zu entkrampfen und die Köpfe frei von jeglichem Alltagsstress zu bekommen  „Sogar die Kehlköpfe hängen jetzt so richtig schön runter“, stellt sie lachend fest. Das ist ganz sicher der Idealzustand um Gospel singen zu lernen.
Die Heilandskirche als ebenso gemütliches wie funktionales Gemeindezentrum erweist sich einmal mehr als idealer Ort für so ein Vorhaben. Das mittägliche „Löffelklappern“ im gläsernen Raum auf der Empore hatte gar den Anschein, als würden alle an einem großen Familientisch miteinander tafeln. Soljanka und Quarkspeise aus Kathewitz war organisiert worden. „Lecker, das gibt wieder Kraft zum Singen“, so schwärmt Helga Uhlig. Mit 69 Jahren ist die Arzbergerin die Älteste und jedes Jahr mit dabei. Der 19-jährige Joseph Schönpflug ist diesmal der Jüngste und brilliert dennoch mit dem kräftigsten Bass. Seine Eltern sind auch dabei. Gospel vereint eben Generationen. Das weiß Eva von der Heyde am besten. Schon mit neun Jahren hatte sie einst in Braunschweig die ersten Titel gesungen, und seitdem pulsiert in ihr „Gospel“-Blut.

Was ist das Faszinierende an diesen Gesängen? Die Antwort sprudelt aus der quicklebendigen Frau  geradezu heraus: „Es ist eine Musik, die die Seele berührt. Die Texte sind mitten aus dem Leben gegriffen und lebensbejahend. Sie bieten ein Erlösungsangebot, ohne etwas überzustülpen. Gospel zu singen ist eine Freude, der man sich nicht entziehen kann.“
Genau so verspürten es die Besucher des gestrigen Gottesdienst. Geleitet wurde dieser durch Pfarrer Maik Hildebrandt, der ebenfalls begeistert am Workshop teilgenommen hatte.

Sichtlich bewegt saß Heidrun Killinger-Schlecht inmitten der Gottesdienstbesucher. Erstmals fungierte sie nicht mehr als zuständige Pfarrerin. Nebenan in der Pfarrhaus-Wohnung sind all ihre „Siebensachen“ gepackt – für den Umzug nach Schleiz ins Thüringer Land (TZ berichtete). Dort leitet sie künftig die Superintendentur.
Die hiesigen Gospelfreunde können sich aber schon auf den nächsten Workshop über Jahr freuen. Wer es ganz eilig hat: Am 21./22. April gibt es einen solchen in Bad Schmiedeberg.


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