Freitag, 27. April 2018

 
Mittwoch, 11. April 2018

MOCKREHNA

Mockrehna kämpft gegen Reglementierungen

von unserem Redakteur Christian Wendt

Stellungnahme zum Regionalplanentwurf fordert Ausweisung als Grundzentrum

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Mockrehna. Wie bereits berichtet hält die Gemeinde Mockrehna an ihrer Forderung, Grundzentrum zu werden, fest. In einer schriftlichen Stellungnahme zum Regionalplanentwurf bat man den Regionalen Planungsverband Leipzig-Westsachsen, standortbedingte Vorteile nochmals zu überprüfen.
Der Gemeinderat Mockrehna hatte sich während seiner jüngsten Zusammenkunft ohne Wenn und Aber hinter das 20-seitige Schreiben gestellt. Bürgermeister Peter Klepel hatte diesbezüglich dem Wildenhainer Ortsvorsteher Robert Schübel (CDU) seinen Dank für die Mitarbeit an der Erarbeitung übermittelt.

In ihrer Stellungnahme verweist die Gemeinde vor allem auf das Kriterium der Einwohnerzahl, das offensichtlich eine entscheidende Rolle für die Nichtausweisung als Grundzentrum gespielt habe. Dabei sei noch vor Jahren ein Zusammenschluss mit Dreiheide von überörtlichen Entscheidungsträgern abgelehnt worden. Gleichwohl betont Mockrehna die enge Verflechtung mit dem Nachbarort Doberschütz, die hinsichtlich eines möglichen Grundzentrumverbunds noch weiter intensiviert werden könnte.

Dem Chefplaner Prof. Dr. Andreas Berkner gab man zu verstehen, dass es zwar richtig sei, dass sich die Gemeinde bislang positiv entwickelt habe – auch ohne den Status eines Grundzentrums. Doch „diese positive Entwicklung ist nur dem umsichtigen Handeln des Gemeinderates, seiner Bevölkerung und den ansässigen Unternehmen zu verdanken. Unter der Sperrwirkung der zentralen Orte ist aber eine positive Entwicklung kaum mehr möglich“, heißt es. Die Kommune sieht die Gefahr, dass sich zahlreiche Institutionen (derzeit Abzug der Volksbank), Gewerbe und Handelseinrichtungen aus nicht zentralen Orten verabschieden, da in zentralen Orten leichtere Entwicklungsmöglichkeiten und Förderungen vorhanden seien.

Durch eine sehr gute verkehrliche Lage, dem Schulzentrum und den ansässigen Unternehmen bestehe gerade jetzt eine deutlich erhöhte Anfrage nach Bauplätzen im zentralen Ort Mockrehna. Fehlentwicklungen früherer Jahre verschiedener Planungsträger behindern jedoch eine Angebotsplanung der Gemeinde, welche noch durch überzogene Umweltuntersuchungen und Restriktionen zunichte gemacht werde.

Dann wird auch noch auf den Verflechtungsbereich des Ortes Mockrehna für die Versorgungs- und Daseinsvorsorge bis in die Gemeindegebiete Doberschütz, Dreiheide, Trossin und Belgern-Schildau hinein verwiesen. „Damit übernimmt die Gemeinde, außer der Versorgung der eigenen Bevölkerung, überörtliche Versorgungsaufgaben. So kann eine flächendeckende Versorgung in zumutbarer Entfernung sichergestellt werden, was aus volkswirtschaftlichen und raumstrukturellen Gründen von Vorteil ist.“

Ebenso wäre ein Grundzentrum für die Sicherheit des Schulstandorts wichtig. „Mockrehna wäre die einzige Oberschule im Landkreis Nordsachsen in einem nicht zentralen Ort. Gerade bei der Sicherung unseres Schulstandortes in den vergangenen Jahren, ist die kreisliche Schulnetzplanung kein Vertrauensfaktor für den Erhalt unseres Schulstandortes. Auch hier würde der Titel eines Grundzentrums mehr helfen. Ebenso für eine eventuelle Weiterentwicklung im schulischen Bereich.“

Darauf, was unter Weiterentwicklung verstanden werden könnte, ging man jedoch nicht explizit ein. Wohl aber auf die Problematik der Erweiterung der beiden örtlichen Handelseinrichtungen Netto und Penny: „Großflächiger Einzelhandel beginnt ab einer Verkaufsfläche von 800 m².  Trotz der städtebaulich integrierten Lage im Ortszentrum von Mockrehna ist eine Überschreitung u.a. nur als zentraler Ort, also Grundzentrum möglich. Hier wird die positive Weiterentwicklung der Gemeinde gleichfalls behindert. Im ländlichen Raum auf ,Tante Emma Läden‘ abzustellen ist ein Trugschluss, da bei der Ansiedlung betriebswirtschaftliche Belange der Handelseinrichtungen eine Rolle spielen, welche jedoch durch das ,Zentrale-Orte-System‘ reglementiert werden sollen. Der Versuch der Ansiedlung kleinerer Läden in den Ortsteilen der Gemeinde Mockrehna scheiterte zudem am Kaufverhalten der Kunden, welches auch kein Regionalplan reglementieren kann.“

Das Ergebnis der Überlegungen werde und müsse nach Möglichkeit sein, dass es Mockrehna mit seinen territorialen Stärken verdient habe, als Grundzentrum ausgewiesen zu werden.


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