Samstag, 22. September 2018

 
Samstag, 14. April 2018

BELGERN-SCHILDAU

Super-Pflanzer in Neußen

Die Sämlinge gingen weg wie warme Semmeln. Foto: TZ/C. Wendt

von unserem Redakteur Christian Wendt

Neußen. Wie viel ein halber Hektar sein kann, merken sich die Schüler der Klasse 3b der Belgeraner Grundschule fortan ganz bestimmt: Statt mit Umrechnungszahlen im Mathematik-Unterricht zu hantieren, hantierten die Jungen und Mädchen gestern Vormittag lieber mit Spaten.

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Gemeinsam mit der Stiftung Wald für Sachsen und unterstützt durch das Unternehmen MITGAS wurde ein gutes Stück hinter der Neußener Kindertagesstätte  auf einer ehemaligen Ackerfläche aufgeforstet. Geplant waren, bis zum Mittag 400 Kiefern hierfür in die Erde zu bringen. Am Ende waren es stolze 1000!

Prominente Unterstützung erhielten die Kinder dabei nicht nur von Belgern- Schildaus Bürgermeistern Eike Petzold oder dem Landtagsabgeordnete Frank  Kupfer. Auch Jan Glock, Chef des Forstbezirks Taura, sowie Walter Christian Steinbach waren mit von der Partie. Und eben jener Steinbach (Vorsitzender des Stiftungskuratoriums), der vor acht Jahren noch im damaligen Regierungspräsidium Leipzig die Richtung vorgab, brach – Kupfer und den nordsächsischen Beigeordneten Dr. Eckhard Rexroth vom Landratsamt dabei anblickend – eine Lanze für einen einfacheren Umweltschutz. Die bisherigen gesetzlichen Regelungen für Erstaufforstungen seien nämlich ein bürokratisches Monster. Eine Sichtweise die Jan Glock teilte. Doch nicht allein die Gesetze würden oftmals einer Waldmehrung im Wege stehen. Mindestens genau so problematisch seien die fehlenden Flächen, auf denen überhaupt aufgeforstet werden kann, sagte Glock. So habe der Forstbezirk beispielsweise in den vergangenen zehn Jahren nur 35 Hektar erstaufforsten können.

Die Fläche, auf denen die Pflanzung in Neußen erfolgte, wurde von einem privaten Eigentümer zur Verfügung gestellt. Er hatte bereits vor wenigen Tagen zahlreiche Obstbäume gesetzt sowie eine Sitzgruppe errichtet.
Für die Landwirtschaft selbst ist jene Fläche nach Angabe von Projektleiter Olaf Kroggel eher suboptimal (siehe dazu auch das folgende Interview).

 

Problematische Quellhorizonte

Seit 2006 entstanden aus der Zusammenarbeit zwischen der Stiftung Wald für Sachsen und der MITGAS 19 Hektar neue Waldflächen im Großraum Leipzig. Was es mit der Erstaufforstungsfläche in Neußen auf sich hat, erfragte TZ bei Projektleiter Olaf Kroggel.
TZ: Was ist das Besondere an der insgesamt 1,6 Hektar großen Fläche?
Olaf Kroggel:
Auf Grund der leichten Hanglage und wasserundurchlässiger Bodenschichten bilden sich hier sogenannte Quellhorizonte. Das heißt, dass Oberflächenwasser zwar versickern kann, an manchen Stellen talwärts jedoch wieder aus dem Boden sprudelt. Das macht es für die Landwirtschaft auch schwierig.

Für die Forst etwa nicht?
Im Gegensatz zur Landwirtschaft haben wir die Chance, mit mehreren Baumarten auf die unterschiedlichen Bodensituationen zu reagieren. Dort, wo es eher trocken ist, kommen Kiefern zum Einsatz. Woanders werden Traubeneichen, Hainbuchen oder, wie in Neußen, auch Obstbäume gepflanzt. Der neu entstehende Wald soll einen sanften Übergang von Bereichen landwirtschaftlicher und gewerblicher Nutzung zum zentralen Waldgebiet der Dahlener Heide schaffen und somit einen effektiven Biotopverbund ermöglichen

Wie viele vergleichbare Pflanz-Projekte hat die Stiftung ins Leben gerufen?
Aktuell sind es zwölf. In den zwanzig Jahren seit Bestehen der Stiftung sind es jedoch weit mehr als 200 Einzelprojekte.Gespräch: Christian Wendt


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