Sonntag, 9. Dezember 2018

 
Mittwoch, 8. August 2018

NORDSACHSEN

Dreckige Titelverteidigung

Grande Finale: Die Jungs aus Authausen (MItte) müssen sich den „Wild Lions“ beugen. Foto: Alexander Prautzsch

Von Alexander Prautzsch

Fußball. Am Wochenende fanden in Wöllnau die Deutschen Meisterschaften im Matschfußball statt. Es war ein hart umkämpftes Duell, doch am Ende konnten die "Wild Lions" zum zweiten Mal in Folge überzeugen.

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Während die sengende Sommerhitze den Zuschauer am Rande des Ackers im eigenen Saft baden lässt, fühlen sich die Fußballsauen auf dem frisch gefluteten Acker zur 10. Deutschen Meisterschaft im Matschfußball in Wöllnau pudelwohl. Aus rund neun Metern Tiefe holen die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr das vier Grad kalte Grundwasser aus der Erde. Eine willkommene Abkühlung. Schätzungsweise eine Million Liter Wasser wurden am vergangenen Sonnabend auf dem Acker verteilt. Deutlich mehr als in den vergangenen Jahren.

Dreckig, aber kühl?

Knöcheltief gruben sich derweil zwölf Herren- und vier Damenteams in der Vorrunde durch die wohltuende Heideerde. Nur die erwartete polnische Gastmannschaft „Mudder Dudes“ trat nicht an. Die übrigen Truppen kämpften mit aller Kraft um den Titel und die damit verbundene Qualifikation zur Weltmeisterschaft im finnischen Hyrynsalmi.

Doch wie fühlt es sich eigentlich an, bei gefühlten über 40 Grad Celsius im Schlamm mit einem kühlen Schauer über dem Kopf? „Die Luft ist stickig und die Pfützen sind die gleichen wie immer“, erzählt der 30-jährige Marcel Bürger, Mitglied des Teams „Die Rotte“ aus dem benachbarten Torgau. Patschnass mit einem Hauch Erd-Wasser-Gemisch auf seinem Haupt zieht er mit seinen Kollegen weiter unter die kühle Felddusche.

Diesmal keine Knochenbrüche

Mit fortlaufender Nachmittagssonne wurden wie in jedem Jahr auch die Duelle immer hitziger. Kein Spieler scheute den Tauchgang kopfüber in den Matsch und die Wasserfontänen spritzten mehrere Meter hoch in die Luft.

Auch wenn es in den vergangenen Jahren bereits vereinzelte Knochenbrüche gab, bei der Jubiläums-Auflage zählte Bereitschaftsleiter Fred Hannemann vom DRK Eilenburg nur fünf Behandlungen von Prellungen und Zerrungen.
Im diesjährigen ehrenvollen Spiel um Platz drei standen sich Gastgeber Traktor Battaune und der FC Möseln gegenüber. Die Partie wogte bis in die Schlussphase hin und her. Jedoch ohne Tor. Also ging es auf dem Kleinfeld ins Neunmeter-Schießen. Nach knackigen Treffern und mit zwei dreckliebenden Torhütern musste man nach jeweils zwei Toren noch einmal nachlegen. Schlussendlich behielt der FC Möseln bei seiner ersten Teilnahme die Oberhand und nahm die Bronzemedaille mit nach Hause.

Trotz Unterzahl zum Sieg gemoddert!

Trotz einer Alterspanne von 42 Jahren und etwas Glück kam die Familie Winter/ Gallert mit Freunden alias „Wild Lions“ mit der Hitze bestens zurecht. „Viel kälter sollte es nicht sein. Wenn der Sprinkler läuft, ist es sehr angenehm“, erklärt Ronny Förster unter seiner Rot-Gelben Badekappe. Im Finale gegen den 1. Deutschen Meister „Aktivist Authausen“ schenkten die „Wild Lions“ dem Gegner dann keinen Zentimeter mehr. Nach einem umstrittenen Neunmeter für Authausen beim Stand von 1:0 für die Löwen musste sogar ein Spieler der führenden Mannschaft den Platz verlassen.

In der zweiten Halbzeit hatten die Aktivisten zahlreiche Chancen, vergaben sie aber allesamt. Torhüter und Altmeister Peter Gallert hielt wie ein Weltmeister und war nach dem Spiel entsprechend gut drauf. „Jetzt fühle ich mich wie 26“, sagte der eigentlich 58-jährige frisch gebackene Matschfußballmeister. Zum zweiten Mal in Folge konnte sich damit die Löwenbande mit Spielern aus Eilenburg und Leipzig die Meisterschale sichern. „Als wir den Auftakt und das zweite Spiel gewonnen haben, war uns klar, dass wir es wieder machen müssen“, erzählte Thomas Gallert.

WM fest im Blick

Für das kommende Jahr soll dann definitiv das Projekt „WM in Finnland“ in Angriff genommen werden, erklärte Gallert. Nur aufgrund der vielen verschiedenen Berufe sei es nicht einfach, alle Kräfte gleichzeitig für die Weltmeisterschaft akquirieren zu können.Der Deutsche Meister-Pokal wird freilich ein weiteres Jahr in Eilenburg sein zu Hause finden.

Platzierungen:

Herren:
1. Wild Lions (Eilenburg, Leipzig)
2. Aktivist Authausen
3. FC Möseln

Damen:
1.Mättschiggs (Leipzig/ Berlin)
2.Mud Masters (Leipzig/ Wiesbaden/ Frankfurt a. M.)


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