Samstag, 21. September 2019

 
Sonntag, 21. Juli 2019

BELGERN-SCHILDAU

Der Älteste ging mit 84 auf die Strecke

Die Schwimmer warten auf das Startsignal

von unserem Redakteur Nico Wendt

Triathlon. Über den Triathlon am Neumühler Teich in Schildau sprach die Torgauer Zeitung mit Chef-Organisator Henry Leuschner. Er konnte sich insgesamt über eine gelungene Veranstaltung freuen. 

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Triathlon. Über den Triathlon am Neumühler Teich in Schildau sprach die Torgauer Zeitung mit Chef-Organisator Henry Leuschner: 

TZ: Es ist der Tag nach der Großveranstaltung. Sie können durchatmen. Die Anspannung ist abgefallen. Wie lautet Ihr persönliches Fazit?

H. Leuschner: Ich bin zufrieden. Es ist alles gut verlaufen. Es gab keine größeren Vorkommnisse. Meine Helfer waren zuverlässig. 

Zufrieden auch mit der Resonanz?

Es ist mehr geworden als in den letzten Jahren. Wir hatten auch ein sehr sportliches Programm, ein sehr enges Zeitfenster. Beim Zeitfahren zum Beispiel blieben nur 30 Minuten plus Siegerehrung bis zum nächsten Start. Trotzdem hat alles ohne Verzögerungen geklappt. Es war sehr aufwendig. Bei den Bambinis hätte ich mir mehr Zuspruch gewünscht. 

Wie viele Kinder gingen denn auf die Strecke?

Insgesamt nur etwa 10 Starter. Dabei hatten wir die Altersklassen noch getrennt. Die ganz Kleinen von 3 bis 7 Jahren und die größeren von 8 bis 14 Jahren. Und da waren nur zwei Starter. Das ist sehr schade, weil alles mit viel Aufwand verbunden ist. Wir haben Medaillen per Hand gestalten lassen, wir müssen die Versorgung absichern, die Starts hingegen waren kostenlos. 

Aber bei den Erwachsenen war doch die Situation zum Glück völlig anders. Können Sie einschätzen, wie viele Akteure sich insgesamt sportlich betätigt haben? 

Bestimmt etwa 400 – alles zusammen genommen. Beim Einzelzeitfahren und beim Triathlon selbst hat das Interesse stark zugenommen. Ansonsten müssen wir überlegen, ob wir das Skaten und die Bambini-Wettkämpfe künftig weglassen. Wir hatten es auf Grund der gestiegenen Teilnehmerzahl noch mal probiert.   

Wie lange liefen denn die Vorbereitungen, um die Großveranstaltung zu organisieren?

Schon ein Jahr vorher wird der grobe Termin festgesteckt. Dann werden die Vorarbeiten Schritt für Schritt immer intensiver. Wir hatten den Triathlon drei Mal in Torgau und jetzt schon vier oder fünf Mal in Schildau – wenn ich mir die Zahlen richtig gemerkt habe. Eine Starterin kam sogar aus Australien. Sie erhielt einen Sonderpreis für die längste Anreise. Sie ist wohl drei Monate zu Besuch in Deutschland und hatte gehört, dass der Schildauer Triathlon gut sein soll. Der älteste Teilnehmer kam mit 84 Jahren aus Berlin. Er hatte sich ein bisschen verspätet und zog sein Programm trotzdem durch. 

Sie wirken begeistert!

Ja ich bin zufrieden. Der sportliche Teil hat super geklappt. Die Abendveranstaltung ist wegen des Unwetters ins Wasser gefallen. Ich habe immer irgendwie Probleme mit dem Wetter. 

Also ein vorzeitiges Ende?

Nein wir haben nicht abgebrochen. Aber es ist sehr viel kaputt gegangen– das Zelt, das Torbanner der Sparkasse ist auf mein Auto gekracht. Die Scheibe wurde zerschlagen und der Lack zerkratzt. Bauzäune sind umgeknickt und so weiter. Wir waren schon beim Abbau, aber es ging so schnell. Schildau wurde besonders heftig erwischt. Als sich das Unwetter gelegt hatte, gab es 23.30 Uhr noch das Feuerwerk und einige Gäste haben trotzdem noch bis gegen 2 Uhr gefeiert. Nichtsdestotrotz bleibt ein heftiger finanzieller Verlust durch fehlende Besucher bei der Abendveranstaltung

Sie sind Allein-Organisator?

Ja, aber mit Helfern. Ich habe etwa einen Stamm von zehn ganz fleißigen und treuen Helfern, ohne die ich das nicht schaffen würde. Dann kommen noch weitere Unterstützer und Streckenposten hinzu. Es wird ja immer schwieriger. Die Unvernunft einiger Autofahrer wächst. Manchen wollen eben unbedingt durch die Absperrung, obwohl die Strecke gerade befahren wird, sprechen von Freiheitsberaubung und schieben selber Sperrkegel zur Seite. Dabei haben wir die Straße zwischendurch immer wieder geöffnet, sobald es irgendwie ging und die Gefahr nicht so groß war. Obwohl die Genehmigung zur Straßensperrung für den ganzen Tag durchgehend erteilt wurde. 

Haben Sie jetzt schon wieder den Blick auf die Veranstaltung im nächsten Jahr gerichtet oder schalten Sie erst einmal ein paar Tage ab?

Zumindest den Termin möchte ich wieder frühzeitig finden, was nicht so einfach ist und vieler Abstimmungen bedarf, um nicht mit anderen Veranstaltungen zu konkurrieren. Der Juli ist mir am liebsten. Im Juni ballt sich alles und im August wird es schon wieder zeitiger dunkel. 

Woher kommen die Starter im Wesentlichen?

War der Zuspruch am Anfang sehr regional begrenzt, reisen nun Teilnehmer aus ganz Deutschland an. Aus Berlin, Cottbus, Chemnitz, die Lausitzer Ecke, Brandenburg und natürlich aus Leipzig. Das hängt auch mit der Cup-Wertung zusammen. 

Nennen Sie nochmal ganz grob die einzelnen Starts am Samstag?

Da waren das Einzelzeitfahren, die zwei Bambini-Starts, das kurze Triathlon, das längere Triathlon für jedermann und das Skaten – also ein straffes Programm. Ohne die Sponsoren und Helfer wäre es nicht zu bewerkstelligen. Ein großer Dank geht auch an meine Eltern für die tolle Unterstützung. Wir haben etwa 150 Medaillen vergeben, die sie mit der Hand gestaltet haben. Es gab viele Sonderpreise. Zum Beispiel für jene, die zum ersten Mal an einem Triathlon teilgenommen haben.

Warum lag Ihnen das so am Herzen?

Nun wir wollten den „normalen“ Hobbysportlern Mut machen, sich mal zu probieren. Nach dem Motto: Schaffe ich das? Dazu gehörte 300 Meter Schwimmen, 10 Kilometer Rad fahren und 2,5 Kilometer Laufen. Das ist quasi der Einstiegs-Triathlon. Da dürfen auch keine Sportler mit Lizenz teilnehmen. Und es war toll anzusehen, wie sich manche mit normalen Tourenrädern und Mountainbikes neben  den Rennrädern auf die Strecke begeben haben. Ich bin am Ende auch sehr froh, dass es keine Verletzten gab und keine Unfälle. Nur ein kleiner Zwischenfall wegen Asthma. Das war schnell aus der Welt. Ich bin froh. Gottseidank blieben wir bisher immer von dramatischen Dingen verschont.


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