Montag, 17. Februar 2020

 
Mittwoch, 9. Oktober 2019

TORGAU

Alte Liebe rostet nicht

Carl Carlton & the Songdogs Foto: PR

von unserem Redakteur Nick Leukhardt

Torgau. Nach einer zehnjährigen Pause kehren Carl Carlton & the Songdogs wieder zurück und machen auf ihrer Tour auch in Torgau Halt. Die TZ im Interview mit Frontmann Carl Carlton.

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 Auf kaum einen Rock-Musiker im deutschsprachigen Raum trifft der Begriff „Alter Hase“ so treffend zu wie auf Carl Carlton. Mit 17 Jahren machte sich der gebürtige Ostfriesländer in die große Welt der Musik auf, um seinen Platz darin zu finden. Er spielte neben Größen wie Robert Palmer, Peter Maffy und Herbert Grönemeyer, gründete 1999 mit den Songdogs seine eigene Band und machte immer ganz genau das, was er am besten konnte: Musik. 2009 hatten sich die Songdogs getrennt, zehn Jahre später folgt nun das große Comeback. Und dazu gehört nicht nur eine riesige Best-Of-CD-Box, sondern auch eine Reunion-Tour durch ganz Deutschland, die am Freitag, 18. Oktober, auch in Torgau halt macht. Im Gespräch mit der TZ verriet der mittlerweile 64-jährige Carlton unter anderem seine Beweggründe für die Reunion der Songdogs, sprach über die „guten alten Zeiten“ und gab einen Ausblick auf das, worauf sich die Torgauer beim Konzert der Songdogs freuen können.

Zehn Jahre lang war es jetzt still um Carl Carlton und die Songdogs. Was hat Sie dazu bewegt, sich wieder zusammenzufinden und gemeinsam Musik zu machen?
C. Carlton:
Das lässt sich eigentlich einfach mit einem Wort beantworten: Sehnsucht. Wir hatten 2009 vor allem deswegen die Songdogs auf Eis gelegt, weil wir geografisch alle viel zu weit entfernt lebten und sich das Proben somit enorm schwierig gestaltete.  Wir liebten zwar alle die Band wahnsinnig, aber es ließ sich eben einfach nicht mehr machen. Und da wir eben alle auch von irgendetwas leben müssen und uns der finanzielle Atem ausging, haben wir beschlossen, erst einmal einen Break zu machen. Dann habe ich meine Solo-Alben und meine Solo-Tour gemacht, die mich tatsächlich auch sehr erfrischt haben und eine ganz neue Herangehensweise an die Songdogs gegeben haben.

Gab es denn in der Zeit ohne die Songdogs mal den Moment, an dem Sie über ein komplettes Ende Ihrer musikalischen Karriere gedacht haben?
Ja, den gab es. Dazu muss man sagen, dass es in meinem Leben zu mehreren Schicksalsschlägen kam, die ich bis heute wohl nicht richtig verarbeitet habe. In meiner Jugend starben meine Eltern innerhalb kürzester Zeit und ließen mich mit unserem Familien-Bauernhof zurück, später ging dann auch noch mein guter Freund, Mentor und großer Bruder den ich nie hatte, Robert Palmer von uns und  dann ist auch noch mein neuer Ersatzvater Levon Helm, der auch für meine Kinder wie ein Opa war, gestorben. Das mit Levon war 2012 und danach war ich wirklich richtig deprimiert und dachte, ich hör auf mit der Musik und mach einfach irgendwas anderes. Da hat mich dann zum Glück mein erstes Soloalbum, Lights Out In Wonderland, rausgeholt.

Und was gab den Anstoß dafür, nun wieder zu starten?
Das war Anfang des Jahres, als Bertram  (Engel; Anm. d. Red.), der sich ziemlich von uns entfremdet hatte, bei mir anrief und fragte, ob wir wieder mit den Songdogs starten wollen. Und ganz genau parallel dazu hatte ich auch den Gedanken, dass mir irgendwas im Leben fehlt und das war eben diese Band. Das ist nicht nur eine Gruppe von tollen Musikern, sondern da gibt eine gewisse Chemie. Und dann haben wir, wie in den Blues Brothers jeden Einzelnen angerufen und gefragt, ob sie Zeit und Bock hätten. Und nun, ein Dreivierteljahr später stehen wir wieder zusammen auf der Bühne.

Wie fielen die Reaktionen der Bandkollegen aus, als die Frage nach einem Comeback aufkam?
Alle waren absolut begeistert und bringen jetzt wieder 100 000 Prozent mit ein.

Und die Bandkollegen hatten alle einfach so spontan Zeit für das Projekt?
Die haben sie sich genommen. Man hat geschoben und umgeplant, aber letzten Endes hat es dann doch irgendwie geklappt und das macht uns überglücklich.

Wie geht es denn jetzt nach der Tour weiter? Bleiben die Songdogs erst einmal zusammen?
Ja, auf jeden Fall. Wir haben für das nächste Jahr schon wieder ein neues Album in Planung und wollen auch von unserer jetzigen Tour ein Live-Album produzieren.

Und wie fühlt sich die Reunion an? Wie früher oder wie eine neue Zeit?
Klar, es ist eine neue Zeit, aber es fühlt sich genauso an, als wäre in den letzten 20 Jahren nichts passiert. Aber trotzdem  ist natürlich die Musik, die wir spielen, nicht genau die gleiche wie früher. Wir spielen zwar die gleichen Songs wie damals, doch durch die vielen Erfahrungen, die wir in all den Jahren gemacht haben, klingt das automatisch anders. Aber trotzdem konnten wir auch nach zehn Jahren Pause einfach wieder in die Musik starten  und spielten einfach drauflos. Insgesamt zehn Tage haben wir nun für unsere Tour geprobt.

Und, worauf können sich dann jetzt die Fans in Torgau bei der Show am 18. Oktober freuen?
Also eine Show ist es eigentlich gar nicht, es ist vor allem Musik. Wir haben keine große Licht- oder Pyroshow oder so was gar nicht, sondern bei uns geht es vor allem um die Songs. Dafür ist diese Band nicht gedacht, wir sind das ganz oldschool. Wir werden versuchen, unsere 20 oder 25 Songs so rüberzubringen, dass die Musik für sich spricht und wir da keine Pyro oder dergleichen brauchen, um die Leute zu begeistern.

 

Info

Carl Carlton & the Songdogs spielen am Freitag, 18. Oktober, in der Kulturbastion. Beginn des Konzertes ist 21 Uhr, Karten gibt es im Büro der Kulturbastion, an der Kinokasse, an allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie im Internet
unter www.kulturbastion.de. Auch eine Abendkasse wird es geben.

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