Samstag, 14. Dezember 2019

 
Freitag, 22. November 2019

BELGERN-SCHILDAU

"Kleine und schöne Dinge des Lebens"

Bärbel Köpke: „Die Belgeraner sind mit Herz dabei!“Foto: SWB: HL

H. Landschreiber

Bärbel Köpke über Handys, Tageslicht und unter Strom stehen

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Belgern  Im SonntagsWochenBlatt-Gespräch erklärt Bärbel Köpke von der IG Oschatzer Tor Belgern, warum die Belgeraner hinter der Veranstaltung „Advent in den Höfen“ stehen.

SWB: Am 30. November geht ab 14 Uhr die 10. Auflage von Advent in den Höfen in Belgern über die Bühne. Muss man Sie ob des Erfolges manchmal kneifen, Frau Köpke?
Bärbel Köpke:
Ja. Wir staunen jedes Mal auf‘s Neue, wie gleichbleibend viele Leute zu uns nach Belgern kommen, die Veranstaltung loben und uns in unserem Tun bestätigen und bestärken.
Haben Sie eine Erklärung, warum die Veranstaltung so gut angenommen wird?
Weil wir unserer Linie treu bleiben, die Adventszeit auf althergebrachte Art und Weise einzuläuten. Das heißt ohne Kommerz, ohne künstliches Licht und übertriebenen Rummel. Wir legen ganz viel Wert auf Natürlichkeit: Kerzen und Tannengrün. Wir dekorieren damit, was die Natur hergibt. An dieser Stelle möchte ich mich bei den vielen Belgeranern bedanken, die uns Tannengrün und vieles mehr für die Dekoration unserer historischer Innenstadt gespendet haben. Vielleicht ist das eines unserer Erfolgsgeheimnisse, weil viele Leute hinter uns stehen und uns unterstützen.
Wie viel Arbeit steckt in den Vorbereitungen?
Wie sich denken lässt, eine ganze Menge. Wir beginnen Anfang Juli mit den Vorbereitungen und Planungen. Es werden Gedanken und Vorstellungen geäußert, diskutiert und entschieden, was gemacht wird. Herrscht Klarheit, berufen wir Ende August/Anfang September eine Versammlung mit allen Teilnehmern ein, um die Details zu besprechen. In diesem Jahr beteiligen sich 23 Höfe und Institutionen.
Bekommen Sie Unterstützung von der Stadt, Ämtern und Behörden?
Im Rahmen der Möglichkeiten, ja. Beispielsweise beliefert uns der Bauhof mit kleinen Bäumchen mit denen wir die Stadt verschönern und dekorieren. Auf diesem Weg möchte ich mich bei der Stadt bedanken, dass wir in diesem Jahr wieder das städtische Museum am Topfmarkt großzügig nutzen dürfen.  
Was wird dort speziell geboten?
In der unteren Etage befindet sich die Kerzenscheune und ein Bücherbasar, in der oberen Etage stellen Mitglieder der Malgruppe 725 unter Leitung von Sieglinde Lawrenz  aus Torgau Winter- und Märchenbilder aus, übrigens während der gesamten Weihnachtszeit können sich Interessierte zu den Öffnungszeiten die Bilder anschauen.
Was ist altbewährt, was ist neu in diesem Jahr?
Altbewährt sind Flair, Atmosphäre sowie viele Stammhöfe und eine konstante Besucherzahl von 3000 bis 4000, einige Teilnehmer sind neu. Beispielsweise präsentiert sich die Kindereinrichtung Rolandspatzen bei Friseur Lempe, dem kleinsten Hof Belgerns, des Weiteren ist die Weihnachtswerkstatt in ein Eckhaus in der Mühlberger Straße 55 umgezogen. Sie kann die gesamte Weihnachtszeit über besichtigt werden. Der Spielmannszug Belgern zeigt sich auf dem Hof am Markt 10. In der obersten Etage des Oschatzer Tors gestaltet Viertelsmeister Michael Rosche seine Märchen- und Sagenwelt. Zum ersten Mal beginnen wir um 14 Uhr mit einem Orgelkonzert mit Organist Christian Schmidt aus Pressel in der St. Bartholomäuskirche zu Belgern mit weihnachtlichen Weisen. Im Übrigen haben alle Höfe ab 14 Uhr geöffnet.   
Gibt es ein spezielles Angebot für Kinder?
Natürlich, mehrere. In der Pfarrstraße gibt es eine „Bastelhöhle“, im Klosterkinderzimmer gestaltet die Grundschule den Tag mit der Märchenmaus und mit Musik. In Roßmeyers Garten steht wieder das handbetriebene Karussell.
Sind die Belgeraner sehr offenherzig und gastfreundlich?
Auf alle Fälle, ja. Ich kann nur wieder jedes Mal den Hut ziehen und danke sagen, wie sehr die Belgeraner mit dem Herzen dabei sind, was uns zeigt wie sehr sie mit ihrer Stadt verbunden sind. Das ist für uns immer die Motivation für das kommende Jahr.
Schwingt eine Portion Stolz mit?
Eine ganz Große sogar. Es ist nicht selbstverständlich, dass die Leute ihre Höfe öffnen. Aber all jene, die sich beteiligen, sind Stolz auf die Veranstaltung und dass sie dabei sind.
Wann lehnen Sie sich zufrieden zurück?
Wenn alles perfekt organisiert ist und alles wie am Schnürchen läuft. Dennoch stehen alle Beteiligten unter Strom. Wir freuen uns aber über das positive Feedback der Gäste und Händler.
Das Format kommt an.
Stimmt. Ich habe das Gefühl, dass sich die Leute danach sehen – so wie Weihnachten früher einmal war, dankbar sind, dass wir Wert auf die kleinen und schönen Dinge des Lebens mit Besinnlichkeit und Natürlichkeit legen. Ich empfehle, das Handy einmal zu Hause zu lassen.
Können Sie mit einigen praktischen Tipps für die Besucher dienen?
In jeder Straße, wo Höfe geöffnet haben, sind Hinweisschilder angebracht. Ab 12 Uhr wird die Innenstadt für den Autoverkehr gesperrt: Parkplätze stehen genügend zur Verfügung. Ordner weisen die Gäste ein. Und die Fähre wird bis 22 Uhr in Betrieb sein.
Haben Sie abschließend noch einen Wunsch?
Ich würde mich freuen, wenn die Besucher schon zeitig in Belgern sind, um sich die Dekoration der Höfe bei Tageslicht anzuschauen. Natürlich wünschen wir uns kaltes, klares Winterwetter. Da schmeckt der Glühwein am besten und der Lichterglanz kommt voll zur Geltung.


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