Samstag, 6. Juni 2020

 
Mittwoch, 22. April 2020

BELGERN-SCHILDAU

Student in der Warteschleife

Zweikampfstark präsentiert sich Kenny-Maurice Näke in dieser Szene aus dem Spiel gegen Delitzsch. Foto: TZ/Archiv

Von unserem Redakteur Norbert Töpfer

Fußball. Kenny-Maurice Näke steht für den Generationenwechsel im Team des Nordsachsenligisten Roland Belgern. Für den 21-jährigen von Nordsachsenligist Roland Belgern ist die Freude am Fußball wichtig.

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 Kenny-Maurice Näke steht für den Generationenwechsel im Team des Nordsachsenligisten Roland Belgern. Der 21-Jährige gehört in der Mannschaft des derzeitigen Tabellenschlusslichts bereits zu den erfahrenen Spielern. Denn der Mittelfeld-Mann spielt schon seit seinem 17. Geburtstag in der ersten Vertretung der Rolandstädter.  Für ihn und seine Teamkollegen ist es im Vergleich zur vergangenen Saison psychisch eine extrem  harte Umstellung. Während die Belgeraner als Kreisligist 2019 den Aufstieg in die Nordsachsenliga schafften, sind sie aktuell nur Letzter in Liga acht. Allerdings beträgt der Abstand zum rettenden Ufer lediglich zwei Punkte. 
Zum Neunten SV Zwochau hat Belgern als Vierzehnter nur vier Punkte Rückstand. Daher ist noch keine Vorentscheidung im Abstiegskampf in  Sicht – wenn der denn überhaupt noch stattfinden wird. Einen Saisonabbruch, durch den Belgern möglicherweise die Klasse hält, weil es keinen Absteiger  gibt, wünscht sich Näke allerdings nicht. „Ich möchte mit meinen Teamkollegen den Klassenerhalt auf dem Spielfeld erkämpfen.“ Denn der Student glaubt trotz der prekären Lage, dass er mit seinen Teamkollegen und dem erfahrenen Coach Olrik Schulze (48) diesen Kampf mit Erfolg bestehen wird. „Die Mannschaften auf den Plätzen eins bis vier sind einfach stärker als wir. Aber gegen die Teams dahinter können wir mithalten. Wir haben viele Spiele knapp und unglücklich verloren.“ Der Mittelfeldakteur, der immerhin 1,85 Meter groß ist, setzt auf sein Team: „Wir sind eine junge Mannschaft, die Mischung mit den älteren Spielern passt. Die Stimmung ist gut. Seit der  Wintervorbereitung sind wir uns als Team sicher: Mit unserer positiven Einstellung werden wir in  der Nordsachsenliga bleiben. Unser Trainer lehrt uns viel Neues. Er ist sehr agil bei der  Trainingsgestaltung, manchmal auch sehr außergewöhnlich in seiner Ansprache am Spielfeldrand  und er kann uns pushen. Das ist wichtig für eine junge Mannschaft, wie wir es sind.“ 
Er glaubt aber inzwischen auch, dass er sich seinen Wunsch, irgendwann eine Liga höher spielen zu dürfen – also in der Landesklasse – nicht erfüllt. „Das war mal mein Ziel. Aber ich weiß ja gar nicht, wo ich mal nach Abschluss meines Studiums arbeiten werde. Ich würde gern in der Region Torgau bleiben. Aber ob das immer so funktioniert, ist nicht sicher. Ich möchte jetzt mit meinen Mitspielern Spaß und Freude mit dem Fußball in der Nordsachsenliga haben.“ Der Unterschied zwischen den beiden höchsten Spielklassen der Region ist aus Sicht Näkes folgender: „Die Teams in der Nordsachsenliga funktionieren besser. Die Kreisliga-Mannschaften leben meist von Einzelkönnern. Und die Männer in der Nordsachsenliga sind in der Regel taktisch und technisch besser ausgebildet.“
Näke studiert in Leipzig eigentlich im vierten Semester Grundschullehramt, was derzeit aber  aufgrund des Coronavirus unmöglich ist. Aufgrund seines Studiums kann der junge Spieler in  normalen Zeiten nur Freitagabend mit seinen Teamkollegen unter Regie von Übungsleiter Schulze trainieren. „Wenn es der Stundenplan zulässt, komme ich auch mal dienstags zum Training  nach Hause. Das passiert aber eher selten“, sagt Näke. Dennoch ist sein Trainer von ihm begeistert. „Über Kenny kann ich  nur Positives sagen. Viele junge Männer seiner Generation beschäftigen sich mit anderen Sachen als Sport. Dazu kommt sein Studium, das zeigt, dass er sich auch auf seine berufliche Zukunft konzentriert“, lobt Coach Schulze seinen Mittelfeldspieler, den er zuletzt beim 2:2 in Dahlen als zweiten Innenverteidiger spielen ließ. „Er hat in diesem Spiel eine starke Leistung geboten. Ich glaube, er wird diese Position wohl weiter bei uns ausfüllen.“   Schulze erklärt zudem, dass Näke im Team aufgrund seiner Leistungen und seines Auftretens voll akzeptiert wird. „Was heute für zahlreiche junge Leuten nicht gerade selbstverständlich ist, trifft für Kenny voll zu. Er ist stets freundlich und höflich, eben wohlerzogen“, freut sich Coach Schulze darüber, einen solchen Spieler in seinen Reihen zu haben und auf ihn setzen zu können. 


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