Sonntag, 27. Mai 2018

 
Donnerstag, 18. Januar 2018

NORDSACHSEN

Hundeführerschein soll Beißvorfälle verhindern

PETA-Foto HundeFoto: www.peta.de

PI

Der Biss eine Hundes ins Gesäß eines 41-Jährigen in Torgau hat die Tierrechtsorganisation PETA auf den Plan gerufen. Die erneuert ihre Forderung nach einem Hundeführerschein. Was der bewirken soll, lesen Sie hier:

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Torgau. Wie die TZ berichtete, wurde vergangenen Sonntag ein 41-Jähriger auf der „Alten Werdauer Straße“ von einem großen schwarzen Hund ins Gesäß gebissen. Nachdem er sich und seine 4-jährige Tochter ins Auto retten konnte, fuhr er hupend zum eingezäunten Firmengrundstück, von dem der Hund entkommen war. Dort traf er auf den 75-jährigen Hundehalter, der erschrocken auf die Schilderung des Vorfalls reagierte und sich entschuldigte. Der Geschädigte begab sich in ärztliche Behandlung und erstattete Anzeige. Angesichts dieses Vorfalls fordert die Tierrechtsorganisation PETA die Einführung eines sogenannten Hundeführerscheins in Sachsen.


In einer Mitteilung der Organisation heißt es: „Viele Halter können ihre Hunde nicht richtig einschätzen. Somit ist die wahre Ursache für Beißattacken bei ihnen zu suchen – nicht beim Tier. Der Hund hätte gar nicht entkommen dürfen – das Verhalten des Hundehalters war grob fahrlässig und verantwortungslos“, so Jana Hoger, Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei PETA. „Jeder Hund, der falsch gehalten und behandelt wird, kann zu einer Gefahr für den Menschen werden – unabhängig davon, ob er einer ‚Rasse‘ angehört oder ein ‚Mischling’ ist.“
 
Der Hundeführerschein sieht PETA zufolge vor, dass künftige Halter bereits vor Aufnahme eines Hundes einen Theoriekurs absolvieren, bei dem sie das notwendige Fachwissen über eine tiergerechte Haltung und Aspekte wie Kommunikation und Bedürfnisse von Hunden erwerben. Anschließend an den theoretischen Kurs folgt für Halter und Hund ein gemeinsames obligatorisches Praxisseminar in einer Hundeschule. Ein solcher Nachweis kann sicherstellen, dass Hundehalter sachkundig mit ihrem Tier umgehen und die Signale ihres Vierbeiners richtig deuten. Eine funktionierende Kommunikation zwischen Hund und Halter ist unerlässlich, um Beißvorfälle zu verhindern. Zudem vermittelt das Training Kenntnisse über die Anforderungen der Hundehaltung, die für ein tiergerechtes Leben der Hunde unerlässlich sind.
 
Als erstes deutsches Bundesland hat Niedersachsen einen Sachkundenachweis für Hundehalter beschlossen – der allgemeine Hundeführerschein ist dort seit Juli 2013 verpflichtend. Wer in München nach dem 1. Mai 2014 einen Hundeführerschein absolviert hat, kann sich ein Jahr lang von der Hundesteuer befreien lassen. In Mannheim gilt eine zweijährige Steuerbefreiung für alle Hunde, deren Halter den Hundeführerschein nach dem 1. Januar 2016 erworben haben. Wer in Berlin seit dem 1. Januar 2017 einen Hund neu aufgenommen hat, ist dazu aufgefordert, sich die notwendige Sachkunde anzueignen.
 
Die Einführung eines Hundeführerscheins hat laut PETA einen weiteren Vorteil: Sie kann Menschen, die sich noch nicht ausführlich mit dem Thema Hundehaltung auseinandergesetzt haben, von einem eventuellen Impulskauf abhalten. Jedes Jahr landen der Tierrechtsorganisation 80 000 Hunde in deutschen Tierheimen, darunter sehr viele Tiere, die unüberlegt „angeschafft“ wurden.

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